Diese Vorteile bringt PEFC dem Holz-Handwerk



Eine Zertifizierung durch die Waldzertifizierungsorganisation PEFC bietet nicht nur den großen Unternehmen der Holz - und Papierindustrie Chancen und Marketingvorteile. Ein Siegel als Auszeichnung für die Einhaltung des PEFC-Produktketten-Standards (Chain-of-Custody, CoC) eröffnet auch kleinen und mittleren Handwerksbetrieben neue Perspektiven und Möglichkeiten. Denn sowohl die Politik als auch der Markt verlangen nach zertifizierten Holz-Produkten.

Die anhaltenden Schreckensnachrichten über die Vernichtung der tropischen Regenwälder ist einer der Gründe, warum die Öffentlichkeit für Themen rund um den Wald und den Waldschutz sensibilisiert ist. Das schlägt sich in konkreten Zahlen und auch in handfesten Erwartungen an das Handwerk nieder: 93 Prozent der Befragten gaben in einer Emnid-Umfrage an, dass sie vom Handwerk die verstärkte Verwendung von Holz und Holzprodukten aus ökologisch einwandfreier Herkunft erwarten. Und 80 Prozent der Befragten sagten im Rahmen einer Studie der GfK aus, dass der Betrieb eine solche ökologisch unbedenkliche Herkunft beweisen können muss – etwa durch ein Siegel als Ergebnis eines glaubwürdigen Zertifizierungsprozesses. Diese Botschaften kommen bei immer mehr Unternehmen an. Deutschlandweit bemühten sich bereits über 1.850 Unternehmen erfolgreich um das PEFC-Siegel. Darunter sind zum einen größere Unternehmen wie neuerdings ALNO Küchen und Toom Baumarkt oder seit längerem Klöpferholz oder Werzalit. Aber auch für kleine und mittlere Betriebe, die mit dem Roh-, Werk- und Baustoff Holz arbeiten, bieten die PEFC-Zertifizierung und das „Ausflaggen“ des PEFC-Logos neue Marktchancen.

PEFC erleichtert die Nachweis-Sicherheit

Im öffentlichen und gewerblichen Bereich beeinflussen verstärkt „ergrünte“ Beschaffungsrichtlinien über die Auftragsvergabe. So verlangt die Beschaffungsrichtlinie des Bundes beim Einkauf von Holzprodukten durch die Bundesverwaltung den Nachweis, dass diese Produkte aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen. Akzeptiert wird dabei ausdrücklich das Zertifikat von PEFC. Andere Verwaltungsebenen und große Konzerne haben sich diesem Vorbild angeschlossen. Auf europäischer Ebene verabschiedete die EU die Holzhandelsverordnung, die sich seit März im deutschen Holzhandels-Sicherungs-Gesetz (HolzSiG) widerspiegelt. Diese verpflichtet alle Marktteilnehmer, die innerhalb der EU Holz und Holzprodukte erstmalig in Verkehr bringen, bestimmte Sorgfaltspflichten einzuhalten. Damit soll der illegale Holzeinschlag weltweit eingedämmt werden. Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland, sieht in diesem neuen rechtlichen Umfeld für alle Betriebe, die über eine PEFC-Zertifizierung verfügen, eine spürbare Erleichterung: „Die jetzt geforderten Nachweissysteme für die Verwendung und den Handel mit importiertem Holz stellen für kleinere Unternehmen eine große Herausforderung dar, weil sie einfach sehr komplex und aufwändig umzusetzen sind. Mit einer bestehenden Zertifizierung nach den überarbeiteten Standards von PEFC dagegen wird alles einfacher. Damit kann der Betrieb einwandfrei nachweisen, dass er die gesetzlichen Ansprüche an die Sorgfaltspflicht erfüllt, ohne ein eigenes System auf die Beine stellen zu müssen.“

PEFC-Siegel als Marketinginstrument im wachsenden Nachhaltigkeitsmarkt

Auch bei der von Marketing und Vertrieb gesteuerten Auftrags- und Kundenakquise ist das PEFC-Zertifikat, das vom TÜV oder anderen unabhängigen Zertifizierern ausgestellt wird, ein wertvolles Argument. Ein zertifizierter Betrieb darf das grüne PEFC-Zeichen in sämtlichen Werbemitteln und auch auf der Webseite einsetzen. Damit signalisiert er seinen (potentiellen) Kunden sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und den nachfolgenden Generationen. Er entzieht sich jeglichem Verdacht, indirekt zur Tropenwaldvernichtung beizutragen, und sichert sich das Vertrauen und die Sympathie im seit Jahren wachsenden Bio-, Öko- und Nachhaltigkeitsmarkt.

Die Geschäftsstelle von PEFC bietet zertifizierten Handwerksbetrieben weitere werbewirksame Vorteile: So zum Beispiel den Eintrag in die Datenbank „Einkaufsratgeber“ in der PEFC-Webpräsenz (pefc.de) oder die Anfertigung eines individuellen PEFC-Schilds zur Außenwerbung. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hält PEFC einen hilfreichen „Marketing-Baukasten“ bereit und schafft immer wieder Anlässe und Orte, die engagierte Unternehmen als Bühne nutzen können. Dirk Teegelbekkers ermutigt Handwerksbetriebe, den Schritt zu tun: „Sicher, die CoC-Zertifizierung kostet ein Unternehmen auch Geld. Bedenkt man aber, was für einen Marketingeffekt dieses Investment haben kann, so macht es mittel- und langfristig auch kaufmännisch Sinn. Nachhaltiges Wirtschaften nach Maßgabe von PEFC ist eine gesunde Mischung aus Idealismus und Zukunftsvorsorge für den eigenen Betrieb.“

Autor:
Holzi am 04. Sep. 2013 um 04:38 Uhr
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