Selbstanfertigung abgesperrter Flächen

Beim Absperren ist es Bedingung, daß gut gepflegtes, trockenes Material zur Verwendung kommt. Die besten Sperrplatten erhält man, wenn die Mittellage von gutem, mildem Mittelzopf, aus dem der Kern herausgeschnitten ist, aneinandergeleimt werden. Es kommt darauf an, daß möglichst Holz mit stehenden Jahringen genommen wird. Für den Handwerker ist es am besten, Seitenbretter in Leisten zu zerschneiden, diese zu kanten und wieder zu verleimen. Eine Verleimung ist auf jeden Fall notwendig, da im anderen Falle das Blindholz nicht in sich gebunden ist und die Fugen und Dickenunterschiede der Leisten sich bei polierten Arbeiten zeigen.
Es ist notwendig, das Blindholz gut abzuzahnen und auszukitten. Im anderen Falle werden sich alle Unebenheiten durch das Absperr- und Deckfurnier machen.
Als Absperrfurnier verwendet man Ahorn , Erle , Birke, Whitewood, Gabun, Pappel, Rotbuche, Abachi . Die Dicke der Sperrfurniere soll 1/10 der Blindholzdicke betragen. Mindestdicke = 1,5 mm und bei Sperrholz , das noch einmal überfurniert werden soll, 2 mm. Die Höhstdicke beträgt 3 mm. Dickere Sperrfurniere sind selbst dem Arbeiten zu sehr unterworfen. Die Furniere besitzen als Messer- und Schälfurnier auf der Unterseite Risse, die beim Abtrennen entstanden sind. Um ihren ungünstigen Einfluß auszuschalten, ist es notwendig, sie mit der rissigen Seite aufzuleimen. Bei dicken Blindfurnieren macht sich dieses Übelstand besonders bemerkbar.

Die werkstatt-trockenen Sperrfurniere werden mittels einer Furniersäge zugeschnitten, gefügt und zusammengesetzt. Die Fugen werden mit Furnierpapier beklebt und sind zu leimen. Wird ohne Fugenpapier gearbeitet, versieht man beim Auflegen der Furniere die Kanten mit Leim . Auf die beiden Seiten des Blindholzes wird gleichmäßig Leim aufgetragen, dieser muß so weit erstarren, daß er beim Darüberstreichen mit dem Finger nicht klebt. Jetzt darf erst das Sperrfurnier aufgelegt werden. Diese Maßnahme erfolgt, um ein Verschieben und eine zu starke Feuchtigkeitsaufnahme, also ein Quellen, zu verhindern. Die beiderseitige Leimangabe wird durch untergelegte Dreikantleisten oder durch ein Nagelbrett ermöglicht. Die Einspannung erfolgt in Blöcken oder Pressen unter Verwendung von warmen, ungeölten Zulagen. (Warum ungeölte Zulagen?) Der Druck von der Mitte nach außen wirken, um den flüssig werdenden Leim gut abzupressen. Nach dem Ausspannen sind die Hölzer gut zu stapeln und sorgfältig zu trcknen, damit die aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgegeben werden kann.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



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