Quellen des Holzes

Wie schon gesagt, bewirkt die Hygroskopizität des Holzes aber auch in gleichem Maß die Wiederaufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft. Dieses geschieht unweigerlich, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der das Holz umgebenden Luft höher ist als der des Holzes. Die Feuchtigkeit wird ebenso gierig aufgesogen. Die das Wasser aufnehmenden Zellen vergrößern sich: das Holz "quillt".

Schwinden des Holzes

Der lebende Baum nimmt, wie schon beschrieben, einen großen teil der für sein Wachstum notwendigen Nährstoffe durch die Wurzeln auf. Hierbei kommen große Mengen Wasser in den Holzkörper. Je nach Baumart beträgt die Menge des Wassers 20-60%, wovon durchschnittlich der Kern 15% und der Splint 45% enthält. Nach dem Fällen des Baumes verdunstet das Wasser im Holz , bis sich die Feuchtigkeit im Holz dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft angleicht. Es enthält danach das Holz immer noch etwa 15-20% Wasser. Durch das Verdunsten des Wassers in den Zellen schrumpfen diese zusammen.

Das Holz "schwindet"

Bei längerer Lagerung des Holzes geht dessen Feuchtigkeitsgrad je nach der es umgebenden Luft bis auf 10% zurück. Durch künstliche Trocknung  ist es möglich, den Wassergehalt unter 10% herabzudrücken. Würde man dem Holz durch künstliche Einwirkungen alle Feuchtigkeit nehmen, so würde der Werkstoff die meisten seiner wichtigsten technischen Eigenschaften einbüßen. Das Holz würde glanzlos, spröde und brüchig werden. Dieser in der Natur des Werkstoffes Holz begründeten und daher natürlichen Eigenschaft, durch die der schöne Werkstoff gewissermaßen ewig lebendig bleibt, sollte man viel mehr Rechnung tragen. Um aber über den Werkstoff Herr zu werden, ist es nötig, noch viel genauere Untersuchungen über das Schwinden und Quellen anzustellen.

Das Holz schwindet in drei Richtungen, nähmlich in seiner Länge, Breite und Stärke, oder besser gesagt in der Richtung der Längsachse der Zellen, in Richtung der Markstrahlen oder des Radius und in der Richtung der Jahresringe oder der Sehnen. In der Richtung der Länge schwindet das Holz sehr wenig, etwa 0,1- 0,3%, so daß diese Veräänderung der Längen praktisch keinen Schaden bereitet. In der Richtung der Markstrahlen, des Radius, dagegen beträgt das Schwinden bis zu 5%. Am meisten schwindet das Holz aber in Richtung der Jahrringe. Hier kann das Schwindmaß je nach der Holzart bis zu 10% betragen.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



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